Chiara's neue Freundin Tiffany

Hallo Uschi!
Herzlichen Dank nochmal, bin so froh, dass mir meine Freundin damals Dich empfohlen hat, sonst wäre ich sicher noch verzweifelt *hihi*, aber jetzt ist es echt super!
J. N. K.

Chiara beschützt Tiffany

Als ich mit meiner Chianti bei meinen Eltern ausgezogen war habe ich nicht lange überlegt und wollte unbedingt einen Spielkollegen für mein Weibi. Ich wollte einfach nicht, dass sie aus einem Rudel herausgerissen wird und dann zu Hause keine Hunde mehr um sich hat.

Nach langem Suchen wurde ich fündig, telefonierte, packte Chianti ins Auto und wir trafen uns ein paar hundert Kilometer entfernt mit ihrer zukünftigen Spielkollegin. Mir war es wichtig, dass ich die Zwei verstehen, dass die Chemie passt – und ich hatte Glück: Sie verstanden sich nach kurzer Zeit recht gut. Nach einem längerem Gespräch entschloss ich mich, sie mitzunehmen.

Tiffany war – meiner Meinung nach – ein sehr armer Hund, sofern man diesen Zustand überhaupt als Hund bezeichnen kann. Sie kannte nur Hundetaschen, Katzenklo und eine Couch ...

Anfangs schnappte sie sehr oft nach mir, versuchte mich zu beißen – wer weiß, was ihr in ihren ersten acht Monaten alles passiert ist. Ich weiß nur ein paar Dinge aus den Erzählungen der Vorbesitzerin, aber ich befürchte, das war sicher nicht alles. Wie auch immer …

Es dauerte sehr lang, bis ich ein bisschen Vertrauen von ihr bekam ... und es dauerte ebenso lang, bis sie wusste, dass sie ein Hund ist.
Chianti war von Anfang an sehr fürsorglich, passte auf sie auf, zeigte ihr vieles und versuchte, ihr alles Mögliche beizubringen. Diese Fürsorge wurde allerdings immer mehr zum Problem, denn Tiffany wurde anderen Hunden gegenüber „aggressiv“, und sie knurrte und bellte Menschen an.

Es wurde immer schlimmer, so dass ich versuchte es zu vermeiden, dort Gassi zu gehen, wo auch andere Leute waren. Und ich ließ meine zwei Hündinnen nicht mehr von der Leine, weil ich mir nicht mehr sicher war, was alles passieren könnte.
Ich hatte das Vertrauen in meine Hunde verloren.

Meine Große war immer ein sehr braver Hund, hörte sofort auf mich. Wir hatten schon vorher sehr viel durchgemacht und daher eine feste Bindung zueinander aufgebaut, aber seit Tiffany in unsere Familie kam, war alles anders. Ich war mit der Situation überfordert und wusste nicht, wie ich damit umgehen sollte – bis ich zu Uschi kam!


Sie erklärte mir, was genau das Problem ist, wie ich damit umgehen und welche Möglichkeiten ich anwenden kann. Sie wusste, dass der Fehler an mir lag und nicht an meinen Hunden. Ich setzte bei meinen täglichen Spaziergängen sofort mein neues Wissen ein, und es wurde immer besser.
Natürlich gibt es hin und wieder trotzdem noch gewisse Situationen, die nicht perfekt sind, aber das ist für mich okay, immerhin können wir Menschen auch nicht jeden leiden.

Ich bin extrem Stolz sagen zu können, dass ich von beiden Ladies wieder das volle Vertrauen bekomme und wir eine starke Bindung aufbauen konnten – und das alles nur durch die Hilfe von Uschi!
Danke!

 

Unser Aaron

Zehn Jahre lang hatten wir einen echten Problemhund. Er hat im Haus jeden Tag alles markiert, drei Leute gezwickt, nie mehr zu bellen aufgehört und an der Leine gezogen, dass wir keine Lust mehr zum Spazieren gehen hatten. Es war Stress pur und wir waren zeitweise so genervt, dass wir Aaron nicht mehr streicheln wollten.

Wir haben „alles“ probiert und uns immer wieder Rat bei Experten gesucht. Nichts hat  so richtig gefruchtet und die Beziehung zum Hund bzw. das Familienleben stand unter Dauerstress. Über Empfehlung sind wir zu Uschi Grießer gekommen. Ein paar Gespräche und Trainingseinheiten später erkennen wir unseren Hund nicht mehr. Er geht Fuß, bellt nicht mehr den ganzen Tag und hat Vertrauen in unsere Besucher gefunden. Wir verstehen nun die Signale unseres Hundes  und sein Verhalten viel besser. Wir haben viele wertvolle Tipps für den Alltag mit Aaron bekommen, die die gesamte Familie umsetzt. Besonders gefällt uns, dass wir mit Verständnis und Achtung vor dem Hund innerhalb kurzer Zeit enorme Erfolge erzielt haben und ihn nicht gewaltsam unterwerfen mussten.

So ist unser „Stressfaktor Hund“ wieder zu einem geliebten Familienmitglied geworden.


Sanna und Aaron :-)

 

Carlos

„Auf den Hund gekommen“, aber richtig

Nachdem mein Mann und ich in unser gemeinsames Haus gezogen sind, dauerte es nicht lange und der alte Wunsch aus Kindertagen nach einem eigenen Hund flammte in mir wieder auf. Meine Argumente für den Vierbeiner waren schnell gefunden: „Ein Hund würde unser Leben aktiver machen“, „Wenn wir Kinder bekommen fördert ein Haustier ihre soziale Kompetenz“, „So eine kleine Fellnase wäre ein richtiger Seelenschmeichler“ oder „Ich wäre nicht mehr so einsam, wenn du am Abend zu deinen Musikproben musst“. Die Antwort meines Mannes war immer dieselbe: „ Ein Hund kostet viel Geld und macht Dreck!“
Na ja, wir lagen beide nicht ganz falsch mit unseren Vorstellungen.



Nach sehr vielen Gesprächen waren wir uns einig, dass wir uns wohl nicht einig werden. Dank meiner Hartnäckigkeit und Ausdauer (andere nennen es kindische Sturheit) kamen wir zu folgender Vereinbarung: „Dein Hund – deine Baustelle – geht mich nix an“

Von da an begann ich, mich mit der Thematik etwas genauer zu beschäftigen. Nach nur fünf Minuten im Internet war ich völlig vom Angebot erschlagen und hatte keinen Durchblick mehr.

Sofort war mir klar, dass ich Unterstützung von jemandem brauche, der sich mit Hunden richtig gut auskennt. Ich rief Uschi an und erzählte ihr von meinem Vorhaben.
Wir besprachen viele Dinge, über die ich mir vorher nicht im Klaren war oder die ich als Anfänger einfach nit wusste. Uschi hat mir die richtigen Fragen gestellt.  

Meine anfängliche Euphorie wich schnell einer rationalen Denkweise, die für solche Entscheidungen definitiv die bessere ist.

Man muss wirklich viele Dinge beachten und im Vorhinein abklären, bevor man so eine wichtige Entscheidung trifft.
Es geht immerhin um ein Lebewesen, das es verdient hat mit Respekt behandelt zu werden und nicht um einen Spontankauf, bei dem zwar im Moment alles dafür spricht, aber nach kurzer Zeit dieser so überflüssig und unwichtig ist, dass sich niemand mehr dafür interessiert. Man denke nur an das Trampolin das im Garten vergammelt und auf dem nur noch ab und zu, z.B. wenn Besuch kommt, gehüpft wird.

Nachdem ich mir über die Tragweite der Entscheidung im Klaren war habe ich mich noch lange vor dem Hundekauf mit den Themen „Erziehung“ und „Ausbildungsmethode“ beschäftigt. Die großen Unterschiede, verschiedenen Methoden und die Komplexität des Themas haben mich sehr überrascht.

Ein einziges Buch reichte jedoch aus um mich zu entscheiden: „Die Beschwichtigunssignale des Hundes“ von Turid Rugaas hat mir komplett die Augen geöffnet. Plötzlich wurde mir so vieles klar und verständlich. Mir kamen alle Erinnerungen und Erlebnisse mit Hunden wieder ins Gedächtnis und ich konnte  diese analysieren und ganz anders einschätzen, egal ob sie gut oder schlecht waren. Nun verstand ich die Reaktionen und Beweggründe des Hundes in verschiedenen Situationen viel besser.

Mein Mann beobachtete mich leise aus dem Hintergrund und war sehr erstaunt über meinem Umgang mit der Hunde-Anschaffung, da ich komplett wider meinem Naturell handelte. Er war von mir eher Schönrederei und extreme Spontanität gewohnt, aber mit soviel Geduld und Lernbereitschaft hat er nicht gerechnet. Nach weiteren sehr interessanten Büchern und vielen Telefonaten mit Uschi fühlte ich mich immer sicherer, denn nach jedem Telefonat mit Uschi wuchs mein Basiswissen und die Vorfreude.

Der Grundstein war gelegt und mein Mann stand nun auch hinter der Entscheidung, behielt sich jedoch jedes Recht vor auf Skepsis und „Ich hab es dir ja gesagt“.
In den darauffolgenden Monaten haben wir viele Hundebesitzer, Züchter und auch Trainer kennen gelernt. Dank des Hintergrundwissens konnte uns keiner so leicht etwas vormachen. Leider haben wir auch erlebt, wie oft Hunde schlecht behandelt werden, auf Grund von Unwissenheit und Missverständnis. Nach jedem Treffen folgte ein Telefonat mit Uschi, die uns dank ihrer Fachkompetenz immer wieder tolle Tipps geben konnte.

So trafen wir auch unseren Traumhund. Carlos, ein schokobrauner Labrador, war dreieinhalb Monate alt, als er bei uns einzog. Es war unglaublich spannend und schön. Wir starteten gleich in der zweiten Woche die ersten Einzelstunden mit unserem animal learn-Trainer. Es heißt zwar Hundeschule, aber hier lernt hauptsächlich der Mensch. 

Es verlief immer sehr entspannt und professionell. Nach jeder Stunde merkten wir, wie das Vertrauen und somit der Gehorsam wuchsen. Es ist ein tolles Gefühl, die Bindung zwischen Hund und Frauchen/Herrchen zu stärken, anstatt zu sehen, dass der Hund aus purer Angst und Panik alle Kommandos macht. Wir haben gelernt, wie ohne Gewalt und Angst trainiert werden kann, und damit konnten und können wir uns zu hundert Prozent identifizieren.

Wir sind unendlich glücklich unseren Carli zu haben, denn er macht jeden Tag zu einem besonderen Tag. Immer wieder bringt uns unser kleiner Stritzi zum Lachen und sorgt für ausreichend Frischluftzufuhr.

Die gewaltfreie Methode, die wir durch Uschi kennen gelernt haben, wirkt sich nicht nur auf Hund und Halter aus. Sie kann 1:1 auf die Kindererziehung, aber auch auf die Partnerschaft bzw. Ehe projiziert werden, denn mit Geduld, Ruhe und Empathie kommt man in jeder Lebenssituation weiter.

Dank der Hilfe von Uschi sind wir auf den Hund gekommen, aber richtig.

Sabsi (und Flo) aus Serfaus

 

   

Lady

Die Geschichte von Lady (eine wahre Begebenheit)

…es war einmal im tiefsten Dunkelsteinerwald. Dort kam ich im Mai 2011 zusammen mit sechs Brüderchen und weiteren drei  Schwesterchen zur Welt. Meine Mama heißt Dana und ist eine reinrassige Golden Retriever Dame. Mir hat man den Namen „Lady“ gegeben.  In den ersten Wochen hatten wir nur damit zu tun, Mamas Brust zu finden. Das machte uns zehn Welpen so müde, dass wir anfangs sogar während des Trinkens wieder einschliefen.

Nach einigen Wochen passierte allerdings etwas, das ich so schnell nicht vergessen werde. Da kam ein Frauchen und ein Herrchen, angeblich aus Kärnten?!? Mir sagte das damals gar nichts. Ich bemerkte nur, dass die zwei mir in Ihrem Auto ein nettes Plätzchen hergerichtet hatten. Anfangs fühlte ich mich dort auch wohl, aber je länger die Reise dauerte, umso mehr kam in mir der Gedanke, dass es sicher in den Armen von Frauchen bequemer wäre. Dazu brauchte ich nur ein bisschen traurig schauen und schon nahm sie mich in die Arme – das tat wohl. Die vielen Kurven über die Alpen taten mir aber trotzdem nicht gut, sodass ich einmal Üpps machen musste. Das hat gestunken,  aber Herrchen hat nicht einmal geschimpft, sondern mich sogar bedauert.

Ja und so bin ich also nach Kärnten gekommen. Seither wohne ich dort in einem Haus, wo ich faktisch alle Räume in Besitz genommen habe. Ein Garten ist auch dabei. Das Blöde ist nur, dass hier irgendwer einen Zaun herum gemacht hat. Sonst könnte ich nämlich viel weitere Ausflüge unternehmen. Zu den Leuten in Kärnten kann ich noch nicht viel sagen, außer dass es ein paar ganz nette gibt. Frauchen und Herrchen jedenfalls habe ich schon voll im Griff. Trotzdem sind aber auch ein paar dabei, die haben schon richtig Angst vor mir – dabei will ich ja nur spielen und vielleicht ein bisserl hinauf hüpfen.

Mit meinem Herrchen gehe ich manchmal auch auf Reisen. So war ich schon mehrmals in Wien, wo es mir nicht so gut gefällt. Da muss man fast immer an der Leine gehen und außerdem stinkt es dort immer so viel nach Autos und Abgasen. Viel besser gefällt es mir da in Vorarlberg. Da gibt es wenigstens einen Fluss, wo man ordentlich schwimmen kann. Apropos schwimmen: vom Weißensee über den Rhein, die Mur, die Drau und viele mehr, kenne ich mittlerweile viele „Freischwimmplätze“  in Österreich.

Im Herbst kam Herrchen auf die Idee, dass ich eine Welpenschule besuchen solle. Mir gefiel es aber schon nach dem zweiten Mal überhaupt nicht mehr, weil dort zu viele rüpelhafte Schulkollegen dabei waren. Ich wollte ja etwas lernen und nicht nur raufen und hetzen. Da spielte dann Meister Zufall eine Rolle, als wir eines Tages beim Spaziergang Malina trafen. Die erzählte mir, dass sie bei Uschi in die Schule gegangen ist und dass es dort viel lustiger sei. So kam ich also zu Uschi in die 1. Klasse und habe bis jetzt dort auch schon viel gelernt. Zum Beispiel kann ich bereits von „Sitz“ bis „Bleib“ und von „Warte“ bis „Hierher“ viele Kommandos, wenn ich will und nicht gerade ein Misthaufen oder Mausloch lustiger sind. Mit einem Wort, es macht riesig Spaß, bei Uschi zu lernen. Ich finde ihre Guttis und sie einfach super!

Jetzt haben wir Winterferien, wo ich mit Frauchen und Herrchen viel übe, damit mich dann Uschi im Frühling in die 2. Klasse aufsteigen lässt. Ich freue mich schon riesig darauf und werde Euch dann sicher wieder eine Geschichte dazu erzählen.
Viele Bussi und Grüße
Eure Lady

 

Chester

Hunde waren mir während meiner 55 Jahre immer Freund, Zuflucht, Herausforderung, Freude, ... wir haben voneinander gelernt, sind miteinander gewachsen, teilten Freud und Leid.

Bislang hatte ich Schäferhunde oder Schnauzer: niemals gab es wirkliche Probleme bei der Erziehung, denn vor mehr als 25 Jahren durchlief ich mit jeweils einem Vertreter der 2 Rassen die Unterordnung und hatte großartige Erfolge, sogar bei Turnieren traten wir an und holten einige Preise nach Hause. Ich war mir sicher Hunde zu verstehen und von ihnen verstanden und geschätzt zu werden. Nach dem Tod all meiner Gefährten (2 Hunde und 7 Katzen innerhalb von 3 Jahren) hatte ich beschlossen kein Tier mehr aufzunehmen.

Dominik&Chester

Und dann kam Chester – und stellte alles auf den Kopf :)

Er war bereits 7 Monate alt, ein Zwingerhund, keinerlei Erziehung, keine soziale Erfahrungen, liebenswert und voller Lebensfreude. Hätte ich das Buch „Mein Hund Marley“ vorher gelesen, wäre ich zumindest ein wenig vorgewarnt gewesen.

Chester führte mich recht gut an der Leine, wenn er nachdrücklich daran zog, wusste ich auch wohin es gehen sollte. So mancher Katze, wilden Hasen folgte ich durch Hecken und Weinberge in Krems. An der Hochwasser führenden Donau rannte ich verzweifelt am Ufer entlang, während Chester – rückenschwimmend!!! – mit einem entwurzelten Baum kämpfte und immer mehr abgetrieben wurde. Er winselte, schnappte nach Luft, seine ganzen 38 Kilo Muskelmasse setzte er ein und schleppte die „Beute“ mit letzter Anstrengung ans Festland … erblickte einen Feldhasen und jagte ihm hinterher als sei nichts gewesen.

Für Chester stand von vornherein fest, dass er, wann immer es möglich ist, ganz in meiner Nähe sein will. Sitze ich am PC, trinke ich Kaffee, er liegt zu meinen Füßen. Beim Kochen muss er dabei sein, denn der Boden gehört sauber gehalten, auch auf der Arbeitsfläche sollte man besser keine Lebensmittel herumstehen lassen! Blumen gießen wir immer gemeinsam, das Staubwischen wird kontrolliert, nur der Staubsauger ist mein alleiniges Werkzeug. Zwischendurch schlief ich mit Wäscheständer im ungenützten Doppelbett, aber auch da hat er eine Möglichkeit gefunden, sich lautlos bei meinem Fußende zusammenzurollen und meinen Schlaf zu bewachen – also ziert seit wenigen Wochen eine Hundedecke mein Bett und Chester wechselt zwischen Schaffell vor und Baumwolldecke auf meinem Bett.

Chester

Leinen haben wir schon einige verschlissen, aber meine volle Bewunderung und grenzenloses Erstaunen errang er sich, als er 4 Stahlschrauben vor einem Geschäft aus der Verankerung riss, um einer streunenden Katze seine Freundschaft anzutragen. In der Hitze des Gefechts rammte er noch einen fahrenden PKW, wurde durch die Luft gewirbelt, verlor die Katze aus den Augen und erwartete mich, unbeschadet und unter großer Anteilnahme vieler Zeugen dieses Vorfalls, einwandfrei vorsitzend an dem Platz, an dem ich ihn abgelegt hatte.

Chester hat ein großes, ungestüm liebendes Herz und drückt seine Zuneigung durch Anspringen, Abschlecken und Schwanzwedeln aus. Seine besondere Liebe gilt Kindern, fasziniert ist er von Hauben und Mützen (besonders die Marke „Eisbär“ hat es ihm angetan), er hat orthopädische Einlegesohlen zum Fressen gern, lässt für einen Apfel jede Wurst stehen, spielt mit jedem Hund, egal welcher Größe, kann an keinem Gewässer vorbeigehen (auch im Winter nicht), jagt gerne Autos, die hunderte Meter weit entfernt sind… und ich liebe ihn – so wie er mich. Am besten folgt er meinem Enkel Dominik und bedauert nur, dass er nicht auch auf Bäume klettern kann, egal mit welchem Anlauf er es probiert. Am Spielplatz bewältigt er Hängebrücken, federt am Trampolin mit, klettert Rutschen hinauf um mit seinem Freund dann wieder herunterzusausen, stoppt jeden Skater, der zu schnell unterwegs ist, verhindert jedes Out beim Fußballspiel und lässt sich den Ball auch nicht so leicht wieder abnehmen. Auch das Radfahren macht ihm riesigen Spaß, sofern ich vorausschauend in die Pedale trete oder bremse, ansonsten kann es schon passieren, dass ich zur Belustigung der Spaziergänger mit Chester den Enten im Wasser hinterher radle.

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Das war unser Alltag, bevor wir Uschi um Unterstützung baten. Ein wenig regte sich schon meine Eifersucht, dass Chester ihr vom ersten Augenblick an so zugetan war, ihr beinahe blind vertraute und gehorchte. Ihre ruhige und bestimmte, liebevolle Art eroberte nicht nur Chesters Herz. Bereits nach der ersten Einzelstunde ging die Leinenführung in meine Hände über, Chester zerrt mich nicht mehr durch die Gegend, kann fast „bei Fuß“ an Katzen vorbeigehen, kommt – nach kurzer Prüfung der Lage – auf meinen Ruf zurück, auch wenn er im Spiel mit anderen Hunden ist, folgt beinahe aufs Wort. Uschi erkannte auch, dass Chester geistig gefordert werden muss. Seit wir miteinander „arbeiten“ ist die Bindung enger und die Rangordnung geklärt.

Natürlich schlägt sein Temperament gelegentlich noch über die Stränge, aber das Zusammenleben ist wesentlich einfacher, geprägt von Freude und gegenseitigem Verstehen. Chester folgt, weil er mich liebt, nicht um zu gefallen. :-)

Dominik&Chester_2

Danke Uschi für deine Einfühlsamkeit, danke, dass du die passenden Worte findest, um menschliche Unzulänglichkeit anzusprechen und die vorhandenen Stärken auszubauen. Chester und ich freuen uns schon auf unsere nächste Begegnung,

Helga Kaps

   
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