Santos – unser kleiner Wirbelwind

Unser Santos ist ein reinrassiger Magyar Vizsla und wurde direkt von Ungarn geholt.

Er war ein eher schüchternes Kerlchen, jedoch testete er in unserer Familie immer die Grenzen aus.

Santos_1

Als Santos im Februar zu uns kam, war er acht Wochen alt und wir besuchten bald die Hundeschule. Er lernte andere Hunde kennen und die üblichen Befehle. Unser kleiner Racker wurde jedoch bald sechs Monate und der Albtraum jedes Hundehalters begann. Er befolgte keine Befehle, grub mir das ganze Grundstück um, zerstörte jegliches Spielzeug meiner Kinder. Spazieren gehen war die reinste Katastrophe, denn er kam auf kein Rufen zurück, sprang wie ein verrückter herum, bellte alles und jeden an. Die Hundeschule konnt ich nicht mehr besuchen, da er nur mehr störend am Platz war und mir den letzten Nerv raubte.

Langsam aber doch verzweifelte ich und überlegte mir, meinen geliebten Hund wegzugeben. Bis ich Uschi kennenlernte.

Uschi kam zu uns nach Hause und sah sich an, wie wir uns Santos gegenüber verhalten. Sie erklärte uns, dass die Körpersprache des Menschen genauso beachtet werden soll, wenn man sich mit seinem Hund abgibt. Ich hörte zum ersten Mal etwas von Beschwichtigungssignalen und fing langsam an die Zeichen meines Hundes zu verstehen. Durch das Verstehen lernte ich auch, wie ich mich in solchen Situationen verhalten soll. Uschi machte mir auch klar, dass ich mir mit Santos einen Ferrari angeschafft hatte und ich müsste akzeptieren, dass er nie ein VW Käfer wird.

Da Santos unter anderen Hunden viel zu sehr abgelenkt war genoss er das Training mit Uschi und mir alleine. Sie zeigte mir Schritt für Schritt, wie ich die Fehler der Vergangenheit ausbügeln konnte und wir bauten jedes Kommando neu auf. Es kostete viel Zeit und Mühe, aber es war jede Sekunde wert. Es ging langsam voran und wir hatten auch viele Rückschritte, jedoch hatte Uschi wieder einmal recht, indem sie mir Mut machte und erklärte, dass der nächste Fortschritt schneller sein wird.
So verging einige Zeit, wir trainierten zu Hause die einzelnen Kommandos, spielten verschiedene Spiele um seine Konzentration zu trainieren und ich fing an, meinem Hund wieder zu vertrauen  – und er mir!!

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Heute ist Santos knapp drei Jahre alt, ein toller Familienhund und Jagdkollege, und wir können uns gegenseitig vertrauen. Er beherrscht alle wichtigen Kommandos, man kann ihn überall mit hinnehmen und wir sind stolz, ihn zu haben!!

Uschi war uns immer eine Stütze und machte mir Mut, wenn ich am verzweifeln war! Dafür sind Santos und ich ihr sehr dankbar. Sollte ich einmal einen anderen Hund haben steht für mich fest, dass ich keine Zeit mehr in einer Hundeschule vergeude sondern mich gleich an Uschi wende und mit der von ihr praktizierten Methode meinen Hund erziehe. Denn dann habe ich zwar noch einen hyperaktiven Hund, der sich aber sehr gut in die Familie einfügt und ich kann meinen Hund in der Art erziehen, von der ich überzeugt bin!

Liebe Grüße aus Moosburg!

Yvonne

 

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